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19.09.02: UEFA-Cup-Hinspiel VfB Stuttgart – FK Ventspils 4:1
Selten hat eine Mannschaft im Neckarstadion so schlecht gespielt wie der lettische UEFA-Cup-Teilnehmer FK Ventspils, für den die erste Runde gleichzeitig wohl die letzte sein dürfte.
Stuttgart war über die gesamte Spielzeit haushoch überlegen; einziges Manko war die mangelhafte Chancenverwertung. Dabei tat sich besonders Balakov negativ hervor, denn er brachte das unglaubliche Kunststück fertig, schon wieder einen Elfmeter zu verschießen – der dritte Fehlschuß in Folge. Besser machten es die Jungspunde Amanatidis und Kuranyi, die mit ihren drei Treffern (zwei davon von Kuranyi) dafür sorgten, daß bis zur Halbzeit doch noch ein komfortabler Vorsprung heraussprang.
Nach der Halbzeitpause kam Meißner für Balakov; Gerüchte besagen, daß Balakov in der zweiten Halbzeit deshalb nicht mehr auf dem Platz gesichtet wurde, weil er in der Kabine noch mit glühenden Kohlen traktiert wurde (eine kleine Strafmaßnahme für den verschossenen Elfmeter). Abgesehen davon lief der Beginn der zweiten Hälfte analog zur ersten ab: Der VfB machte das Spiel, während sich Ventspils auf das Verteidigen beschränkte. Ebenso wie in Hälfte 1 erhielt der VfB auch in Hälfte 2 einen Elfmeter. Gottlob hatte die Glühende-Kohlen-Behandlung Balakovs nicht rechtzeitig zum Wiederanpfiff beendet werden können, so daß ein anderer Schütze (Hleb) sein Glück versuchen mußte und diesmal auch traf. Leider blieb es der letzte VfB-Treffer, da entweder die lettische Abwehr besser aufpaßte als in der ersten Hälfte oder aber der VfB-Angriff zu zögerlich agierte.
Zuguterletzt beschenkten die Stuttgarter die Letten sogar noch mit einem Ehrentreffer. Der barmherzige Marques spielte einen maßgerechten Paß (oder sollte es eine Rückgabe sein?) auf Rimkus, welcher dadurch alleine vor Hildebrand auftauchte und den Ball nur noch einzuschieben brauchte. Marques durfte sich schon mal auf die Zange mit den glühenden Kohlen freuen ...
Trotz des Gegentors dürfte das Erreichen der nächsten Runde im Rückspiel nur noch Formsache sein, denn Ventspils hatte im Hinspiel – passend zur mageren Kulisse von vielleicht 5000 Zuschauern – maximal Regionalliga-Niveau.
Wolfram