Ein durchaus
gelungenes Wochenende begann am Freitag Morgen um ca. 9.00
als ich mich ins Auto setzte um Richtung Neuwied/Rhein zu düsen.
Zwar sass der Jetlag durch die Anreise von Venezuela am
Vortag noch in den Knochen, aber der war beim Kippen des
ersten mitgebrachten Polars beim blind-date mit
Paul schnell verflogen. Nachdem Mamas Kult-Strickschal gut
sichtbar in der Heckklappe positioniert war ging´s weiter
Richtung Norden. Kurz vor dem komischen Dorf, das einen CL-Sieger
beherbergt, gab´s natürlich einen Riesenstau (Scheiss-Ruhrpott),
der allerdings Dank der Tips eines hilfsbereiten Eingeborenen
einigermassen umfahren werden konnte. Eine gute Stunde vor
Spielbeginn standen wir auch schon vorm Westfalen-Stadion.
Dort gab es ein grosses Hallo mit diversen berüchtigten
Trunkenbolden ;) aus dem VfB-Talk..... Mit verzogener Miene
kippte man einige der abscheulichen Brühen herunter, die die
Westfalen einem als Leichtbier (oder so ähnlich) verkaufen.
Würde mich nicht wundern, wenn der Zapfhahn direkt mit dem
Herren-Pissoir verbunden ist.... Leider verpasste man darüber
quasi den Anpfiff, und wir mussten uns in einen völlig überfüllten
Schwabenblock pressen. Der Support des ca. 3000-köpfigen VfB-Mobs
war spitze, was natürlich mit dem Spielverlauf zu tun hatte.
Paul lief dabei auch zu Hochform auf. Mit fortschreitender
Spieldauer wurden die Lüdenscheider immer stiller (unterbrochen
von einer 20-minütigen Sangeseinlage zu Beginn der 2. HZ,
Respekt!), was wir mit liebevollen Pöbel-Parolen nutzten.
Nach 90 Minuten hatte sich unser VfB einen wertvollen Punkt
im Abstiegskampf erkämpft, und die Biene-Maja-Truppe um die
letzte Chance im Kampf um die Meisterschaft beraubt. Tja, tut
uns leid, vielleicht wird´s ja nächstes Jahr was. Hätte
unser Rumäne die Riesenchance kurz vor Schluss nicht wie (fast)
immer versemmelt, wären es vielleicht endlich mal wieder 3
Punkte auswärts geworden. Richtig ätzend war danach die
Autosuche und der Dauerstau, um wieder vom Parkplatz runter
zu kommen. Konnte man aber glücklicherweise mit einigen übrig
gebliebenen Polar überbrücken, wo sich auch noch ein paar jüngere
Boah-eyhs (BVB-Anhänger) dazu gesellten. Dafür war der spätere
Umtrunk in der Düsseldorfer Altstadt um so gemütlicher.
Leider hatten gewisse Person(en) Probleme mit dem Lesen eines
Stadtplans, so dass sich die Suche der Nobelherberge Schaum
Sarah etwas in die Länge zog...... Naja. In der Suff-Meile
trafen wir uns wieder mit einigen Leuten aus der Crew Alex/Goggel
(sorry wenn ich jetzt auf´s Aufzählen aller Namen verzichte).
Auf jeden Fall fand man noch eine gute Kneipe, wo man bei
bester Laune ein bisschen mit Fortuna (mein Beileid) und
Braunschweig-Fans diverse Bierchen zwitschern und auch ein
wenig pöbeln konnte....(Die Schal-auf-den-Boden-schmeiss-Aktion
hätt ja net sein müssen....) Da ich praktischerweise bei
meiner in D´dorf wohnenden Schwester übernachten konnte,
erfuhr ich erst am Folgetag, dass bedingt durch einen
schweren Getränkeunfall, wieder jemand Probleme mit dem
Auffinden des Hotels und des Heimwegs hatte,.....dies aber
nur am Rande und unbestätigten Gerüchten zu Folge. Am
Sonntag trat ich dann denn Heimweg an, um im geliebten
heimischen Stuttgart meinen totalen Stimmverlust aus zu
kurieren.
Peter
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