04.05.01: Borussia Dortmund VfB Stuttgart 0:0


Ein durchaus gelungenes Wochenende begann am Freitag Morgen um ca. 9.00 als ich mich ins Auto setzte um Richtung Neuwied/Rhein zu düsen. Zwar sass der Jetlag durch die Anreise von Venezuela am Vortag noch in den Knochen, aber der war beim Kippen des ersten mitgebrachten Polars beim „blind-date„ mit Paul schnell verflogen. Nachdem Mamas Kult-Strickschal gut sichtbar in der Heckklappe positioniert war ging´s weiter Richtung Norden. Kurz vor dem komischen Dorf, das einen CL-Sieger beherbergt, gab´s natürlich einen Riesenstau (Scheiss-Ruhrpott), der allerdings Dank der Tips eines hilfsbereiten Eingeborenen einigermassen umfahren werden konnte. Eine gute Stunde vor Spielbeginn standen wir auch schon vorm Westfalen-Stadion. Dort gab es ein grosses Hallo mit diversen berüchtigten Trunkenbolden ;) aus dem VfB-Talk..... Mit verzogener Miene kippte man einige der abscheulichen Brühen herunter, die die Westfalen einem als Leichtbier (oder so ähnlich) verkaufen. Würde mich nicht wundern, wenn der Zapfhahn direkt mit dem Herren-Pissoir verbunden ist.... Leider verpasste man darüber quasi den Anpfiff, und wir mussten uns in einen völlig überfüllten Schwabenblock pressen. Der Support des ca. 3000-köpfigen VfB-Mobs war spitze, was natürlich mit dem Spielverlauf zu tun hatte. Paul lief dabei auch zu Hochform auf. Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Lüdenscheider immer stiller (unterbrochen von einer 20-minütigen Sangeseinlage zu Beginn der 2. HZ, Respekt!), was wir mit liebevollen Pöbel-Parolen nutzten. Nach 90 Minuten hatte sich unser VfB einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf erkämpft, und die Biene-Maja-Truppe um die letzte Chance im Kampf um die Meisterschaft beraubt. Tja, tut uns leid, vielleicht wird´s ja nächstes Jahr was. Hätte unser Rumäne die Riesenchance kurz vor Schluss nicht wie (fast) immer versemmelt, wären es vielleicht endlich mal wieder 3 Punkte auswärts geworden. Richtig ätzend war danach die Autosuche und der Dauerstau, um wieder vom Parkplatz runter zu kommen. Konnte man aber glücklicherweise mit einigen übrig gebliebenen Polar überbrücken, wo sich auch noch ein paar jüngere Boah-eyhs (BVB-Anhänger) dazu gesellten. Dafür war der spätere Umtrunk in der Düsseldorfer Altstadt um so gemütlicher. Leider hatten gewisse Person(en) Probleme mit dem Lesen eines Stadtplans, so dass sich die Suche der Nobelherberge „Schaum Sarah„ etwas in die Länge zog...... Naja. In der Suff-Meile trafen wir uns wieder mit einigen Leuten aus der Crew Alex/Goggel (sorry wenn ich jetzt auf´s Aufzählen aller Namen verzichte). Auf jeden Fall fand man noch eine gute Kneipe, wo man bei bester Laune ein bisschen mit Fortuna (mein Beileid) und Braunschweig-Fans diverse Bierchen zwitschern und auch ein wenig pöbeln konnte....(Die Schal-auf-den-Boden-schmeiss-Aktion hätt ja net sein müssen....) Da ich praktischerweise bei meiner in D´dorf wohnenden Schwester übernachten konnte, erfuhr ich erst am Folgetag, dass bedingt durch einen schweren Getränkeunfall, wieder jemand Probleme mit dem Auffinden des Hotels und des Heimwegs hatte,.....dies aber nur am Rande und unbestätigten Gerüchten zu Folge. Am Sonntag trat ich dann denn Heimweg an, um im geliebten heimischen Stuttgart meinen totalen Stimmverlust aus zu kurieren.

Peter