Neben
einer Hand voll verirrter VfB-Fans war ich als einziger
Vertreter des YNWA beim Spiel vor Ort. Was allerdings keine
Kunst ist, da ich nur 25 km von Darmstadt entfernt wohne.
Aber
das war auch schon das erste Dilemma; schliesslich stehe ich
als Südhesse den 98-ern fast so nah wie dem VfB.
Das
Spiel war kaum angepfiffen, da musste der VfB-Keeper Miller
auch schon hinter sich greifen. 1:0 nach gerade mal 70
Sekunden.
Somit
war es um die VfB-Abwehr schon schlecht bestellt, die
daraufhin auch spürbar nervös zu Werke ging. Zum Teil
katastrophale Abwehrfehler bestimmten das Stuttgarter Spiel.
Diese Nervosität griff aber auch auf das Mittelfeld über,
Ergebnis waren massenhaft Abspielfehler und Ballverluste im
Mittelfeld. Verwertbare Bälle für die Stürmer waren
allenfalls Zufallsprodukte, wie z.B. eine Chance für Kuranyi
Mitte der ersten Halbzeit, der aber am Darmstädter Keeper
scheiterte. VfB-Chancen ansonsten Fehlanzeige.
Die
zweite Halbzeit sollte noch schlimmer werden. Nachdem die 98-er
bereits in Halbzeit 1 das Ergebnis hätten höher ausfallen
lassen können, begann so ab der 50. Minute ein Spiel auf ein
Tor. Gegen den Darmstädter Regisseur Juskic fanden die
jungen Wilden überhaupt kein Rezept und so kam es zwangsläufig,
dass die Darmstädter in Minute 58 das 2:0 erzielten. Miller
konnte einen Freistoß nur abprallen lassen und der Nachschuß
zappelte im Netz.
Nach
zahlreichen weiteren Chancen, die z.T. nur von Latte und
Pfosten gebremst wurden, schlug das Leder dann noch ein
drittes Mal im Stuttgarter Gehäuse ein. Diesmal nach einem
Stellungsfehler in der Abwehr und einem beim Rauslaufen unglücklich
agierenden Miller.
Ja,
wie sagte der Zeugwart der Schwaben nach dem Spiel zu mir:
"Da gibt´s noch viel Arbeit, aber die wollen wir ja
auch haben!"
Jens