24.08.2002: Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 3:1


"Alles Uschis außer Mutti"

In dieser Saison habe ich also endlich geschafft, was ich mir schon seit Jahren vorgenommen hatte: Nach einigen Null Punkte-Fahrten auf Schalke klappte es diesmal mit dem Besuch des Dortmunder Westfalenstadions.

Gut gelaunt und mit einem anständigen McDo Frühstück gestärkt begab ich mich am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr an die Raststätte „Am Hockenheimring“, wo Mark und Alex mich abholten. Dank Marks’ Bleifuß ging es zügig in Richtung Ruhrpott. Dank der großartigen Innenraumdisco und einigen Gerstenkaltschalen (=Bier) stieg die Laune mit jedem Kilometer und Schluck. Wir waren uns verdammt sicher: „Heute sind die Majas fällig…“

Gegen 11:15 kam man dann ohne Probleme am Ort des Geschehens an. Erster Anlaufpunkt war natürlich wieder ein Bier-/Bratwurststand, wo Erinnerungen an Fredi Bobic aufkamen (bzw. dessen Schiri-Beleidigung „blinde Bratwurst“). Nachdem wir einen VfB Fan aus Rastatt zum Beitritt im Talk überredet hatten, trafen dann auch die ersten Stammgäste des VfBTalk ein: Lorenzo und Markovic. Mark, Alex und ich gerieten angesichts der seltsamen Dortmunder Frisuren und Gestalten in Pöbellaune. Highlight hierbei war der Sprechchor „Am Montag geht die Schule los“, der seitens der Dortmunder mit einem sachlichen „nee, erst in zwei Wochen“ beantwortet wurde. Mit der Zeit trafen dann immer weitere bekannte Gesichter ein: Pöbel-Paul, et, Stan, Oelkuch und Juanito.

Gegen 14:20 begaben wir uns dann in den Gästeblock, der bereits ordentlich gefüllt war. Mit dem Sonderzug erschienen dann noch Segelohr und Smoly7, die wir allerdings aufgrund eines technischen Aussetzers bei meinem Handy nicht trafen. Und so fieberte man dem Beginn des Spiels entgegen…

So prächtig der Support der angereisten VfBler, so enttäuscht war ich von den in Funk und TV immer so hoch gelobten Dortmunder Fans. Imposant sah sie aus, die Südtribüne, aber stimmungstechnisch das ganze Spiel über einfach nur lächerlich. Erinnerungen an die lachhafte „Hölle“ Betzenberg vom vergangenen Dezember kamen bei mir auf. Was wäre in Stuttgart geboten, wenn wir so ein Stadion hätten…

Das Spiel an sich ist schnell erzählt: Erste Halbzeit viel zu passiv gespielt, verdient in Rückstand geraten, nach dem 1:2 durch den Elfer des erneut starken Dundee nochmals Hoffnung, dann aber der Knock-out kurz vor Schluss. Auffällig war, dass ohne Spielmacher im Spiel nach vorne einfach nichts geht und wir daher auf einen Balakov (noch lange) nicht verzichten können. Erst mit der Hereinnahme von Kuranyi kam mehr Druck auf. Unsere besten Spieler waren mal wieder Meira und Dundee, ein dickes Kompliment an die beiden.

Zur Halbzeit indes wuchs die Talkerschar noch weiter, da die NRW-Connection bestehend aus CJ, vfbler2000 und Slayer74 ebenfalls noch zu uns stießen. Leider wurden wir und die großartig kämpfende Mannschaft am Ende mit nichts Zählbarem belohnt. Die Hoffnung aller Beteiligten richtet sich nun also auf kommenden Dienstag und das entscheidende Spiel gegen Lille, was meines Erachtens das wichtigste Spiel des Jahres wird.

Gegen 18 Uhr begaben sich Mark, Alex und ich dann wieder auf den Weg Richtung Süden mit der Erkenntnis, dass zum einen an diesem Samstag nichts zu holen war und zum anderen, dass es in Dortmund keine hübschen Frauen gibt. In keinem anderen Stadion gibt es wohl so viele Friseusen zu bestaunen, was wir nochmals zum Anlass nahmen, uns mit einigen „Uschi Rosicky“ Sprechchören aus Dortmund zu verabschieden.

Insgesamt war es trotz der Niederlage eine Klasse-Auswärtsfahrt, die für mich gegen 21 Uhr in Mannheim zu Ende ging.

Dunga