CL-Achtelfinale Chelsea - VfB
Ein Dienstagmorgen um 4 Uhr, der Wecker klingelt, nachdem ich die halbe Nacht wach lag und nur knapp 2 Stunden leicht schlafen konnte, war dies das Kommando zum Aufstehen, Ziel der heutigen Expedition war das englische London, wo in Chelsea das CL-Achtelfinale des VfB Stuttgart am Abend anstand.
Und so ging es nach Dusche, Frühstück und Rucksackpacken mit dem Auto zum Köln/Bonner Flughafen, wobei man sich an der Raststätte Röttgen noch mit Markus (gecko) und Simon (westwood) traf, um die teuren Parkgebühren am Flughafen durch gemeinsame Fahrt einzuschränken, wie es nicht anderes sein konnte, kam der mit der nähsten Anfahrt als Letzter an. Im Flughafen traf man dann noch Paul, Ralf (bambo) und Dominik.
Um 7 Uhr ging es dann mit dem Airbus Richtung London Stansted - unterwegs aß Paul noch eine Hühnersuppe, die 10 Meter gegen den Wind roch - wo man Dank der Zeitverschiebung um 7.20 Uhr auch schon landete, bemerkenswert bleibt hier noch die Landung, die einen eher an die Erdanziehung eines Sandsackes erinnerte, dann ging es mit dem Bummelbus, der deutlich günstiger war als der Zug, ins Londoner Zentrum, nachdem man dann nach fast 2 1/2 Stunden und ewigen Staurumgestehe endlich in London war, wurde man auch auf der Suche nach einem Pub fündig und nach einem Burger-King-Besuch ging es rüber zum Trafalger Square, wo man auf die üblichen Verdächtigen traf.
Da die meisten allerdings schon deutlich angetrunkener als wir waren, ging es für uns erst einmal zum Einchecken in die Hotels, wo man, nachdem wir an ewig weißen Fassaden vorbeigegangen war, auch ankamen. Nach der Bruchbude die man in Manchester vorfand war man zudem positiv überrascht, freundliche Bedienung und relativ geräumige Zimmer, leider stellte sich aber am nächsten Morgen heraus, dass das Wasser in der Dusche zwar wärmer aber auch nicht wirklich ausgiebig war, man kam sich eher vor als stände man unter einer lecken Dachrinne bei einem lauwarmen Regenschauer.
In Paddington wurde dann der erstbeste Pub aufgesucht, der laut eigener Werbung der längste Londons sein soll, zumindest sollte unsere Anwesenheit die längste Zeit unseres Aufenthaltes in London ausfüllen, später kamen dann auch noch Gerold und Dunga mit den Hammers dazu, die beiden waren bereits seit Sonntag in England. Der Tag schritt voran und so gings es gegen 18.30 Uhr endlich zur Stamford Bridge, nachdem man einmal ums Stadion rummußte und das Proviant leer war, ging es endlich in den Block hinein, der VfB hatte diesmal die ganze untere Gegengerade für sich allein, wobei es natürlich schwierig war einen gemeinsamen Support hinzubekommen, wenn alle weitverstreut herumstehen und das haupttribünengeschädigte Volk auf ihren Sitzplatz besteht, richtig geil dagegen war das Spielgeschehen unmittelbar an der Außenlinie mitzuverfolgen. Unsere Mannschaft versuchte alles aber blieb im Abschluß meist zu harmlos, zudem stellte sich Chelsea nur hintenrein und versuchte zu kontern, was am Ende fast geklappt hätte, wenn Timo nicht so gut reagiert hätte, aber so reichte es am Ende nicht zum Weiterkommen, die Mannschaft wurde dann noch ausgiebig gefeiert und mit Wehmut ging es dann zurück ins Pub von Paddington, wobei Wolfram, den man im Stadion traf nun auch dabei war, leider wurde man allerdings um 23.30 Uhr grob gebeten zu gehen - scheiss Sperrstunde.
Während der Rest sich ins Hotel verabschiedete, hatten gecko und ich noch nicht genug und wir stürzten uns ins Londoner Nachtleben am Leicester Square, nach einem Pubbesuch ging es noch in einen Club und dann mit dem Taxi zum Hotel, da die U-Bahn bereits zu war, finanziell war es zwar ein Desaster aber lustig war es schon.
Nach einem ausgiebigen Toastbrotscheiben-Frühstück gings dann zum Sightseeing, wobei gecko relativ früh am Westminster Abbey verloren ging, nach einem Abstecher nach Arsenal zum Higbbury ging es dann wieder zum Flughafen, der Bus brauchte diesmal nur 1 1/2 Stunden und so verbrachte man noch etwas Zeit am Flughafen und kaufte für seine letzten Pounds noch was zum Trinken und Essen und traf später auch noch die restlichen Mitflieger. Der Flug verlief ereignislos und so war man um kurz nach 22 Uhr wieder in Köln/Bonn, von wo man sich wieder in alle Richtungen auflöste.
CJ
|