Hamburger SV – VfB Stuttgart 2:4

Ostern 2007. Der Spielplan der DFL beschwerte uns auswärts kühl rechnende Hanseaten aus Hamburg. Und so machte man sich aus allen Himmelsrichtungen auf um die 3 Ostereier vor Ort abzuholen. Ich machte mich mit Simon von Köln aus mit dem ICE auf, Gerold eine Stunde später ab Bingen. Duke und Gio waren schon länger vor Ort, ebenso wie die in Hamburg hausenden Stan und Oelkuch. Warbull, Thomas, Ute, Molli, Mac, Pedro, Steffele & Waldi rundeten den satten YNWA-Mob ab. Zum Familienfest der nie alleine Gehenden gesellten sich natürlich auch noch viele Bekannte um im ehemaligen Volksparkstadion auf Ostereiersuche zu gehen.

Nach einem längeren Kegelabend am Karfreitag klingete mein Wecker bereits um 5 Uhr, 2 Stunden später traf ich dann Simon im Mäces im Kölner Hbf. 4 Stunden und einige Bier später kamen wir dann in Hamburg an, wo wir uns zügig zur Ostereiersuche auf der Reeperbahn aufmachten. Nach London-Pub und Pilsbörse traf man Oelkuch & Co, wenig später auch Wolfie und seine Biber sowie Altpräsident Gerold, der vorher noch sein Hotel zwischen weltbekanntem Penny-Markt und Elbschlosskeller bezogen hatte. Nach weiterem kühlen blonden Getränken - bei denen man auch auf Sophia und HP traf - ging es auch schon mit der Straßenbahn nach Stellingen raus. 5 Minuten vor Anpfiff war man dann nach längerm Schlangestehen im Block, wo man weitere bekannte Gesichter vorfand.

Zum Spiel: Delpierre rückte wieder in die Innenverteidigung, Boka auf die Bank und Magnin dafür wieder nach außen. Taktisch gab es diesmal ein 4-3-3 mit Cacau im Sturmzentrum, wobei Lauth links und Hilbert rechts als Außenstürmer spielten, die sich beim Ballbesitz des Gegners ins Mittefeld fallen ließen, welches aus Pardo defensiv und Hitz und Khedira offensiv bestand. Der VfB nahm das Heft von Spielbeginn in die Hand und agierte deutlich feldüberlegen. Nach knapp 10 Minuten konnte Rost einen Weitschuß von Hitzlsperger mit Mühe ins Aus lenken, Hitz` Ecke konnte im ersten Versuch noch geklärt werden, aber der Ball wurde von Delpierre wieder in den Strafraum gelankt, wo Cacau mit dem Kopf zur Führung traf. Während die Hamburger noch das Gegentor verarbeiteten, spielte sich der VfB nach einem engagierten Ballgewinn im Mittelfeld schon die nächste Chance heraus, diesmal traf Khedira mit dem Kopf nach Flanke von Pardo. Nach einer fiesen Grätsche mit beiden Beine in Magnin hätte der holländische Stinker vdV eigentlich duschen gehen müssen, aber der später noch zu erwähnende blinde Wagner beließ es bei Gelb. Sportlich konnte der VfB nach eiem Freistoß von Hitz auf halblinks wieder überzeugen und diesmal war Hibert mit dem Kopf zur Stelle. 3:0 nach 27.Minuten! Jetzt stand aber wieder Wagner im Rampenlicht, nach einem härteren Foul von Ben-Hatira an Delpierre, zog er eine grenzwertige Rote Karte, die zwar noch annäherend zu vertreten war, aber in keinem Verhältnis zur gelben Karte seines Mannschaftskameraden zuvor stand. Aber so richtig lächerlich machte sich der Herr Schiedsrichter knapp 10 Minuten später als er Hitzlsperger nach einem Allerweltsfoul ebenplatz vom Platz stellte, völlig fassungslos verließ dieser wenige Minuten vor den HZ das Spielfeld. Zur 2.HZ wechselte der Gast zweimal aus und während ich mir an der Bierbude ein kaltes Getränk servieren ließ, köpfte Meira nach Ecke Pardo das 4:0. Nun verflachte das Spiel zunehmend und beim VfB ließ merklich die Konzentration nach, wodurch der Gastgeber noch zur Ergebniskosmetik kam und der HSV am Ende mit dem 2:4 noch sehr gut bedient war.

Während der Großteil im Norden nächtigte, brachen Simon und ich nach ausgiebigen Feierlichkeiten am Stadion Richtung Hauptbahnhof auf um mit dem ICE nach Köln zurückzufahren um am nächsten Tag die Osterfeierlichkeiten über sich ergehen zu lassen. Nach anfänglichen Verzögerungen wegen Personen auf den Gleisen ging es dann auch los und 4 Stunden später war man nach einigen Bieren und ausgiebigen Unterhaltungen mit einigen rheinländischen Hamburgfans und einigen Mitreisenden von den Ruhrpottschwaben zeitig in Köln. Dort trennten sich die Wege, Simon fuhr rechtsrheinisch heim und ich nahm den weltbekannten NRW-Express bis Düren. Von wo ich mit dem Nachtbus fast eine Stunde sämtliche Dörfer zwischen Düren und Jülich abtingelte und gefühlte 5 Stunden später endlich in Jülich ankam, ein Kneipenbesuch und eine Taxifahrt später war ich so gegen 2.30 Uhr endlich daheim.

Gerold verpasste - wie ich später hörte - erneut den Besuch des Fischmarktes, ein anderes, sehr bekanntes Mitglied unsereres Fanclubs wurde wieder einmal vermisst, tauchte aber im Laufe des Sonntages wieder auf.

In der Form ist der VfB zu allem fähig, auf in den Saisonendspurt!

CJ